Flo Achatz (l.) und Atze Bauer jubeln: Heute startet die Bergkirchweih.
Foto: Bernd Böhner
251 Mal musste sie ins Land ziehen — nun hat sie es geschafft: Die Erlanger Bergkirchweih hat ihre eigene Hymne!
„Welches Lied quillt uns dieses Jahr aus den Ohren raus?“, diese Frage stellte sich Flo Achatz jeden Berch aufs Neue. Denn „Berchkerwa um Berchkerwa“ gab es bisher einen inoffiziellen Kerwasong, der aus sämtlichen Ecken und Winkeln am Berg tönte.
Aber ein offizielles Bergkirchweihlied, exklusiv für die Bergzeit? Fehlanzeige! Lediglich in einem leicht angestaubten Gassenhauer namens „Hey Mama Hoh“ fand die Erlanger fünfte Jahreszeit bisher Erwähnung. Das kann so nicht weitergehen, dachte sich Hobbylyriker Achatz, setzte sich hin und textete.
„Am Donnerstag vor Pfingsten, pünktlich um fünf Uhr, schlägt der OB zu, das ist bei uns Kultur“, legte der Kosbacher los. Ganze drei Minuten dauerte es, dann war es vollbracht: Der erste Berghymnentext war geboren. Vom „guten Kerwasbier“ und dem Riesenrad, feuchtfröhlicher Partystimmung und exzessiven Kneipentouren erzählt er und birgt so manche Bergweisheit in sich: „Der Morgen drauf ist hart, im Kopf ein Feuerwerk. Aber das ist dir scheißegal, denn heut Abend ist ja wieder Berg.“ Echtes Bergfeeling eben.
Bis zur Vertonung dauerte es jedoch. Ganze neun Jahre. Denn nachdem zahlreiche Coverbands, denen der 30-Jährige den Text angeboten hatte, abwinkten, lag die Berghymne erst einmal auf Eis.
Bis letztes Jahr „Liederchaot“ Atze Bauer auf den Plan trat. Der zeigte sich begeistert von der Idee eines eigenen Berchkerwasongs, nahm Achatzs Text, setzte sich hin und komponierte. Et voila, da war sie: die erste waschechte Berchkerwahymne, schick gekleidet im melancholischen Gewand und mit Refrain zum Mitsingen und -schunkeln.
Nun gut, aber wozu eigentlich noch ein Bergkirchweihlied — immerhin ist der Berch auch die vergangenen 251 Mal ohne eigene Hymne ausgekommen. „Ich weiß nicht, ob wir sowas brauchen, aber die Erlanger Bergkirchweih hat es jedenfalls hundertprozentig verdient, dass ihr ein Lied gewidmet wird“, tritt Achatz, für den der Berch zwei Wochen im Jahr zum zweiten Wohnzimmer wird, vehement für sein „Spaßprojekt“ ein.
2000 Mal haben er und Atze Bauer das musikalische Bergstück daher auf CD pressen lassen. Die Singles wollen die beiden pünktlich zum Berch im E-Werk unters Bergvolk bringen. Kostenlos, versteht sich. Eine jugendfreie und radiotaugliche Version fürs Radio gibt’s übrigens auch.
Ob es „Berchkerwa, die fünfte Jahreszeit. Berchkerwa, es ist wieder soweit! Entlas-Keller, Riesenrad, alle sind sie wieder da!“ dieses Jahr vom Berg direkt tönt, bleibt abzuwarten. Einige Coverbands, die dort spielten, berichtet Achatz, hätten aber schon Interesse angemeldet.
wos/EN
Die Hymne gibt es hier kostenlos zum Download.
Auch hier können Sie den Song kostenlos herunterladen.
Foto: Bernd Böhner
251 Mal musste sie ins Land ziehen — nun hat sie es geschafft: Die Erlanger Bergkirchweih hat ihre eigene Hymne!
„Welches Lied quillt uns dieses Jahr aus den Ohren raus?“, diese Frage stellte sich Flo Achatz jeden Berch aufs Neue. Denn „Berchkerwa um Berchkerwa“ gab es bisher einen inoffiziellen Kerwasong, der aus sämtlichen Ecken und Winkeln am Berg tönte.
Aber ein offizielles Bergkirchweihlied, exklusiv für die Bergzeit? Fehlanzeige! Lediglich in einem leicht angestaubten Gassenhauer namens „Hey Mama Hoh“ fand die Erlanger fünfte Jahreszeit bisher Erwähnung. Das kann so nicht weitergehen, dachte sich Hobbylyriker Achatz, setzte sich hin und textete.
„Am Donnerstag vor Pfingsten, pünktlich um fünf Uhr, schlägt der OB zu, das ist bei uns Kultur“, legte der Kosbacher los. Ganze drei Minuten dauerte es, dann war es vollbracht: Der erste Berghymnentext war geboren. Vom „guten Kerwasbier“ und dem Riesenrad, feuchtfröhlicher Partystimmung und exzessiven Kneipentouren erzählt er und birgt so manche Bergweisheit in sich: „Der Morgen drauf ist hart, im Kopf ein Feuerwerk. Aber das ist dir scheißegal, denn heut Abend ist ja wieder Berg.“ Echtes Bergfeeling eben.
Bis zur Vertonung dauerte es jedoch. Ganze neun Jahre. Denn nachdem zahlreiche Coverbands, denen der 30-Jährige den Text angeboten hatte, abwinkten, lag die Berghymne erst einmal auf Eis.
Bis letztes Jahr „Liederchaot“ Atze Bauer auf den Plan trat. Der zeigte sich begeistert von der Idee eines eigenen Berchkerwasongs, nahm Achatzs Text, setzte sich hin und komponierte. Et voila, da war sie: die erste waschechte Berchkerwahymne, schick gekleidet im melancholischen Gewand und mit Refrain zum Mitsingen und -schunkeln.
Nun gut, aber wozu eigentlich noch ein Bergkirchweihlied — immerhin ist der Berch auch die vergangenen 251 Mal ohne eigene Hymne ausgekommen. „Ich weiß nicht, ob wir sowas brauchen, aber die Erlanger Bergkirchweih hat es jedenfalls hundertprozentig verdient, dass ihr ein Lied gewidmet wird“, tritt Achatz, für den der Berch zwei Wochen im Jahr zum zweiten Wohnzimmer wird, vehement für sein „Spaßprojekt“ ein.
2000 Mal haben er und Atze Bauer das musikalische Bergstück daher auf CD pressen lassen. Die Singles wollen die beiden pünktlich zum Berch im E-Werk unters Bergvolk bringen. Kostenlos, versteht sich. Eine jugendfreie und radiotaugliche Version fürs Radio gibt’s übrigens auch.
Ob es „Berchkerwa, die fünfte Jahreszeit. Berchkerwa, es ist wieder soweit! Entlas-Keller, Riesenrad, alle sind sie wieder da!“ dieses Jahr vom Berg direkt tönt, bleibt abzuwarten. Einige Coverbands, die dort spielten, berichtet Achatz, hätten aber schon Interesse angemeldet.
wos/EN
Die Hymne gibt es hier kostenlos zum Download.
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