Streit um Bäume am Berggelände: Kellerwirt blockiert Fällung

Auto quer gestellt: Fritz Engelhardt sorgt kurzzeitig für Aufregung - 26.04.2019 19:55 Uhr

Kellerwirt Fritz Engelhardt wollte einen Baum vor weiteren Eingriffen schützen und blockierte die Arbeiten, indem er sein Auto vorm Baum abstellte. Bürgermeisterin Elisabeth Preuß (Mitte) glättete die Wogen der Aufregung. © Harald Sippel


Um die Situation zu entkrampfen, wurde auch Bürgermeisterin Elisabeth Preuß rasch hinzugerufen — gleichsam vom Mittagstisch weg. Doch die Szene beruhigte sich dann ziemlich schnell. Auch weil die Mannen vom Fälltrupp versprochen hatten, "so behutsam wie möglich" vorzugehen und keinen Meter mehr als nötig von der Krone jenes stattlichen Baumes zu kappen, schilderte Elisabeth Preuß den Erlanger Nachrichten.

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Nur der Stamm bleibt: Tote Bäume am Erlanger Berg

Auf dem Gelände der Bergkirchweih führt die Stadt Erlangen aktuell Baumfällungen durch. Für 25 alte Bäume, die bei einem Sturm zur Gefahr werden können, scheint jede Hilfe zu spät zu kommen. Übrig bleibt zunächst nur der Stamm.


Zurückgestutzt wurde schließlich nur soweit, bis aus Sicht der Fachleute die Standfestigkeit des Baumes gewährleistet war. Am Ende zeigte Engelhardt Einsicht und fuhr sein Auto wieder weg.

Aus der allgemeinen Aufgeregtheit heraus wurde auch die Erlanger Polizei alarmiert. Eine Streife schaute vorbei, hielt sich aber dezent im Hintergrund, da letztlich keinerlei Anlass war für einen "polizeilichen Einsatz", so ein Polizeisprecher.

Die geplanten Fällungen von 25 Bäumen auf dem Kirchweihgelände sorgen seit Tagen für Aufregung. Die Stadt gibt für die Maßnahme Sicherheitsgründe an, Kritik kommt etwa von der CSU, dem Bund Naturschutz und den Kellerwirten selbst.

 

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