Wegen Corona: Erlanger Berg und Comic-Salon abgesagt

Stadt setzt bei Großveranstaltungen die Vorgaben des Freistaats um - 16.04.2020 16:39 Uhr

Die Erlanger Bergkirchweih 2017

© Harald Sippel


"Diese beiden Veranstaltungen sind natürlich für Erlangen von herausragender Bedeutung. Aber man stellt sich die Frage, was ist mit den vielen unmittelbaren Dingen, die wir im Sommer schätzen, die wir gerne mögen? Es gibt ja noch Feste jenseits dieser beiden Großveranstaltungen. Wir werden, sobald wir genauere Informationen der Staatsregierung bekommen haben, auf die nichtstädtischen Veranstalter zugehen, beraten und Klarheiten schaffen. Relativ klar ist: In den kommenden Wochen werden keine Veranstaltungen dieser Art stattfinden können."

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Hätten Sie gewusst, dass neben dem Bierkonsum auch der Wasserverbrauch auf dem Berg auffallend hoch ist? Wie viele Überstunden städtische Mitarbeiter ackern, um den Müll in den Griff zu bekommen? Und wie laut es an den Kellern sein darf? Die Bergkirchweih im Faktencheck.


Mit ernster Miene sitzt Erlangens wiedergewählter Oberbürgermeister Florian Janik bei der Pressekonferenz der Stadt im Ratssaal, um mit der Bergkirchweih und dem Internationalen Comic-Salon die beiden städtischen Großveranstaltungen abzusagen, die in wenigen Wochen Hunderttausende Menschen in die Hugenottenstadt gelockt hätten.

Hier gibt es alles rund um die Bergkirchweih

Die Entscheidung ist keine Überraschung. Denn nach der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer am Mittwoch und den ersten Ausführungen der Bayerischen Staatsregierung gestern stand fest: Großveranstaltungen werden bis Ende August grundsätzlich verboten.

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Damit soll das Infektionsrisiko während der Corona-Pandemie so niedrig wie möglich gehalten werden. Von dieser Regelung betroffen sind also auch eine Reihe von Veranstaltungen in Erlangen. Ein Teil davon – beispielsweise die Bergkirchweih, der Internationale Comic-Salon oder das Poetenfest im August – werden von der Stadt organisiert.

Die kommunalen Events stehen nun erstmal im Fokus der Ausführungen von OB Janik. Zudem geht er bei der Pressekonferenz auch auf die vielen anderen Veranstaltungen ein: "Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass der Sommer 2020 ein ganz anderer wird, als die Sommer, wie wir sie gewohnt sind. Es wird ein Sommer sein, in dem Geselligkeit vor allem im kleineren Kreise stattfinden wird. Das sind große Veränderungen für uns alle und große Einschränkungen des Lebens von jedem Einzelnen von uns. Das ist allen bewusst, die diese Entscheidungen treffen müssen. Es gibt aber keine Alternative dazu."

Was ebenfalls feststeht: Es wird - wenn überhaupt - kein "normales Poetenfest im August geben: "Für das Erlanger Poetenfest haben wir noch fast keine Verträge abgeschlossen. Und wir gehen derzeit auch nicht davon aus, dass das Poetenfest vollständig abgesagt werden muss. Es gibt ja bislang keine Definition, ab wann eine Veranstaltung als Großveranstaltung einzustufen ist. Wahrscheinlich sind die Lesungen im Park nicht zu halten, aber andere, kleinere Formate können ja vielleicht im August wieder stattfinden. Daran arbeiten wir", sagt Festival-Leiter Bodo Birk. 


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