So viele Schausteller wie noch nie
In Erlangen beginnt kommende Woche die Bergkirchweih - 17.05.2012 11:13 Uhr
Das sind vielleicht Aussichten! Während die Wäscheleine bis zur Eröffnung der Erlanger Bergkirchweih in der kommenden Woche bestimmt verschwunden ist, bleibt das Wahrzeichen – das Riesenrad – stehen.
© Peter Millian
Erlangens Wirtschafts- und Finanzreferent, der für die Zeit des größten Erlanger Volksfestes auch das Amt des Bergreferenten innehat, lässt sich jedoch weder von den miesen Temperaturen noch von der Sonnenabstinenz die Laune verderben. Seitdem er die Bergkirchweih mache, scherzt Beugel, habe es immer schönes Wetter gegeben.
Seit Dienstag läuft der Aufbau zur 257. Bergkirchweih, die am kommenden Donnerstag beginnt und am 2. Juni endet. Wie im vergangenen Jahr wird auch heuer die Maß Bier 7,50 Euro kosten. Sie hat 13,4 Prozent Stammwürzegehalt und 5,9 Prozent Alkoholgehalt. Bei einigen kleineren Kellern, erklärte Thomas Fischer, Sprecher der Festwirte, könnte die Maß aber auch günstiger zu haben sein.
500 Bewerber wollten sich auf der diesjährigen Erlanger Bergkirchweih präsentieren. Mit 90 Schaustellern seien so viele wie noch nie am Berg zu sehen, erklärte Bergkirchweihmanagerin Ute Völklein, die zum letzten Mal das Volksfest organisiert. „Jeder und alle sollen sich bei unserer Bergkirchweih wohlfühlen.“
Neben Altbekanntem wie dem Riesenrad gibt es auch zahlreiche Neuerungen. So sind zum ersten Mal auch zwei Geschäfte am Start, die bereits am Nürnberger Frühlingsfest zu sehen waren: das Laufgeschäft „Big Bamboo“ und das Fahrgeschäft „Break Dance“. Dieses war kurzzeitig in die Schlagzeilen geraten, weil sich auf dem Frühlingsfest eine Gondel gelöst hatte.
Damals verletzten sich zwei Frauen leicht. Die Anlage sei „überprüft worden“ und „wieder fahrbereit“, hieß es gestern auf der Pressekonferenz zur Bergkirchweih. Auch Lorenz Kalb vom Süddeutschen Verband reisender Schausteller und Handelsleute warb um Vertrauen: „Die Sicherheit unserer Gäste ist das höchste Gut. Die Anlage ist topsicher.“ Neu ist heuer auch der Turm „Adrenalin“. Hier können sich die Besucher in Sitzen aus 32 Metern Höhe fallen lassen.
Eine wichtige Änderung gibt es bei den Bushaltestellen. Bis 21 Uhr werden die Bergbusse wie gewohnt am unteren Ende der Bergstraße halten und abfahren. Ab 21 Uhr steuern sie dann eine Haltestelle am Eichenwald, zwischen Leo-Hauck-Straße und Spardorfer Straße, an.
Plakate auf dem Berg zeigen die Lage der neuen Haltestelle genau an. Mit der Verlegung der Haltestelle wird versucht, die Sicherheit für die Bergbesucher zu erhöhen. Früher trafen am unteren Ende der Bergstraße zwei Menschenströme aufeinander: jene, die auf dem Weg zurück in die Stadt waren und jene, die in die Busse einsteigen wollten.
Auch die Polizei wird in diesem Jahr wieder auf der Bergkirchweih patroullieren. Das Volksfest im vergangenen Jahr beschrieb Erlangens Polizei-Chef Adolf Blöchl als „außergewöhnlich friedlich“. Sorge hätte nur die hohe Zahl der Fahrraddiebstähle – es waren 50 – gemacht. Blöchl rät, sein Fahrrad mit einem guten Schloss vor Langfingern zu schützen. Und: Die Besucher sollten ihre Drahtesel überhaupt verschließen. 50 Prozent der gestohlenen Räder, so Blöchl, seien es nicht gewesen.
Der Anstich zur fünften Jahreszeit findet heuer um 17 Uhr am Erich-Keller statt. Familientag ist am Dienstag, 29. Mai. Zum Berggottestdienst wird am 3. Juni, um 9 Uhr, an den Erich Keller geladen.
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