Bei der Kirchweih-Breze ist die Konkurrenz so groß wie nie zuvor
Viele Imbissstände und auch Keller bieten „ofenfrische“ Ware an - 31.05.2012
Wechselnde Besetzungen am Meyer-Stand, aber immer freundlich-fröhlich.
Gleich im Quartett beim Bäcker Gulden sind Natascha, Anne, Silke und Inge.
In diesem Jahr konkurrieren nun erstmals so viele Brezel-Hersteller miteinander, dass schier der Überblick verloren gehen könnte, zumal an vielen Brotzeitständen zwar „ofenfrische“ Brezeln angeboten werden, die jeweiligen Stände aber die Ofenfrische gar nicht selbst gewährleisten könnten. Erkennbar „ofenfrisch“ sind vor allem also jene Brezeln, die erkennbar von einem ortsansässigen Bäcker stammen.
Bei Pickelmann geht es mit Andrea und Christine auch einmal ganz herzig zu.
Da fallen diesmal gleich drei Anbieter auf, die alle Klang und Namen haben. Die traditionellen Brezel-Hersteller Gulden und Meyer haben in den letzten Jahren für genug Verwirrung der Namensrechte gesorgt – das zumindest scheint ausgestanden, auch wenn sich die beiden Bäcker am Beginn der Bergstraße ein sauberes Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.
Das Nürnberger Brezel-Haus Hartnagel wirbt um seine belegten Brezeln.
Hundert Meter bergan hat der Meyer dann seinen traditionellen Stand, der immer dicht umlagert ist – die Erlanger haben ein Gedächtnis wie Elefanten und wissen auch nach Jahren noch, wo eine Quelle ist. Ein paar Meter weiter hat sich mit dem Imbissbetrieb Karl-Heinz Hartnagel jun. aus Nürnberg ebenfalls ein Brezen-Haus einen erfolgreichen Standort geschaffen – die Hartnagel-Brezen gibt es vor allem auch belegt mit allerlei Leckereien von Mettwurst bis Mozzarella – sogar überbacken.
Oft gibt es Brezeln (wie hier am Entla) zwar ofenfrisch, aber ohne Provenienz.
Wo einst der Brezen-Meyer seinen zweiten Stand hatte, nämlich gegenüber des Erich-Kellers, sitzt heute mit dem Bäcker Pickelmann ein weiterer Erlanger Traditionsbäcker und bietet Brezen sogar in Herzform an – nicht schlecht, aber viele greifen doch lieber zum Original, präsentiert in einer Erlangen-Tüte (mit Ortsschild).
Natürlich gibt es auch an den anderen Bewirtungsstationen am Berg Brezeln aller Art, nur fehlt eben die eindeutige Herkunftsbezeichnung. Das muss geschmacklich nicht von Nachteil sein, aber man wüsste eben doch zu gern, woher beispielsweise die schmackhaften Brezeln vom Entlas-Keller stammen, oder von den daneben situierten Imbissständen Barthelmeß und Müller. Auch eine Brezel braucht Herkunft.
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